Thermoplastische Polyurethane (TPU) "Dauerläufer!"

Thermoplastisches Polyurethan (TPU) gehört zu der Produktklasse der thermoplastischen Elastomere (TPE). Es erreicht annähernd die Elastizität und das dynamische Verhalten von vernetzten Elastomeren mit den Vorteilen der thermoplastischen Verarbeitbarkeit und Recyclierbarkeit.
Entsprechend den eingesetzten Polyolen unterscheidet man zwischen Polyether- und Polyester- Polyurethan. Aufgrund der Mikrobenbeständigkeit und der deutlich besseren Hydrolysebeständigkeit wird für Außenanwendungen überwiegend Polyether-Polyurethan eingesetzt. Für das Polyester- Polyurethan wiederum spricht die gute Öl- und Fettbeständigkeit für Anwendungen u.a. im Automobil- und Maschinenbau.
Thermoplastische Polyurethane werden mit einer Oberflächenhärte von 55 Shore A bis 85 Shore D angeboten. Niedrigere Härten können durch Zugabe von Weichmachern erreicht werden. Weichmacherfreie Typen mit einer Härte von 70Shore A stehen momentan zur Verfügung.

Aus der bereits angesprochenen hohen Verschleißfestigkeit auch bei tiefen Temperaturen findet TPU in Bereichen mit dynamischen Belastungen, wie etwa Zahnriemen für die Automation, Kabelummatelungen für den Maschinen- und Apparatebau, Ski- und Fußballschuhe im Sportbereich und auch Tierohrmarken, erfolgreich Anwendungen.


Das TPU weist folgende Eigenschaften auf:
  • Flexibilität in einem weiten Temperaturbereich
  • hohe Verschleißfestigkeit
  • Knick- und Reißfestigkeit (hoher Einreiß- und Weiterreißwiderstand)
  • gutes Rückstellvermögen
  • gute dynamische Belastbarkeit
  • Hydrolyse- und Mikrobenresistenz (bei den Polyether-Typen und bei modifizierten Polyester-Typen)
  • gute bis sehr gute Witterungsbeständigkeit
  • Öl-, Fett- und Lösungsmittelbeständigkeit
  • Sehr hohe Biegewechselfestigkeit
  • vielfältige 2-K Lösungen


Dynamisch hoch belastbar und sehr verschleißfest!